Der Beruf des Flachgraveurs wurde am 15.März 1937 als Ausbildungsberuf anerkannt und gilt inzwischen nicht mehr als
eigenständiger Ausbildungsberuf. Da immer mehr Gravuren inzwischen maschinell kostengünstiger erstellt werden,
gehört dieses Handwerk leider einer langsam aussterbenden Zunft an.
Prüfungsplatte
Nachdem im ersten Jahr die Grundbearbeitung von Metall zusammen mit anderen metallbearbeitenden Berufen wie Werkzeugmachern oder Maschinenschlossern erfolgt,
werden anschließend die berufsspezifischen Kenntnisse erlernt. Der Umgang mit den Sticheln will geübt sein, so beginnt man mit den Versuchen, gerade Linien ins Metall
zu meißeln, Kreise, Schwünge und erste Ornamente folgen. Es vergeht viel Zeit bis schließlich die Fähigkeiten so weit fortgeschritten sind,
daß selbst anspruchsvolle Jagdszenen umgesetzt werden können. Wichtig bei der Ausbildung sind die regelmäßigen Zeichenstunden,
denn nur was richtig gezeichnet ist, kann entsprechend auf Metall umgesetzt werden.
Als weitere Bearbeitungsart zählt das Ziselieren zum Berufsbild. Dabei wird der Werkstoff mit Hilfe von verschieden geformten Punzen (Stahlstifte) in Form gebracht,
auch "Treiben" genannt. So werden Motive zu dreidimensionalen Reliefs bearbeitet.
Während der Ausbildung werden auch andere Abteilungen wie Härterei, Galvanik, Poliererei und Schießstand durchlaufen.